Interkristalline Korrosion

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Corrosion & Protection

Definition

Ein bevorzugter Korrosionsangriff entlang der Korngrenzen eines Metalls, meist verursacht durch Unterschiede in der Zusammensetzung oder durch die Ausscheidung schädlicher Phasen an den Korngrenzen gegenüber dem Korninneren.

Detaillierte Erklärung

Als klassisches Beispiel gilt die Sensibilisierung austenitischer nichtrostender Stähle: Beim Erwärmen auf 425 bis 850 °C scheiden sich an den Korngrenzen Chromkarbide aus, die angrenzenden Zonen verarmen an Chrom unter die Passivierungsschwelle und werden anodisch aktiv. Abhilfe schaffen ein Lösungsglühen, das die Karbide wieder auflöst, kohlenstoffarme Güten wie 304L und 316L oder mit Titan beziehungsweise Niob stabilisierte Sorten. Besonders gefährdet sind die Wärmeeinflusszonen von Schweißnähten.