Rekristallisation

Metallurgy Fundamentals

Definition

Der Vorgang, bei dem in einem zuvor kaltverformten Metall beim Glühen oberhalb der Rekristallisationstemperatur neue, verformungsfreie Körner entstehen und wachsen, wodurch die Duktilität wiederhergestellt und die Härte gesenkt wird.

Detaillierte Erklärung

Die Rekristallisationstemperatur liegt typischerweise beim 0,3- bis 0,5-Fachen der in Kelvin gemessenen Schmelztemperatur und hängt vom Grad der vorangegangenen Kaltverformung, von der Reinheit und vom Legierungsgehalt ab. Stark verformte Metalle rekristallisieren bei niedrigeren Temperaturen und bilden dabei feinere Körner. Über Glühtemperatur und Haltezeit nach dem Kaltwalzen lassen sich Endkorngröße und mechanische Eigenschaften von Blech und Band gezielt auf die geforderte Umformbarkeit und Festigkeit einstellen.